Historische Papiere - Historical Papers

Karlheinz E. Kron

Amselweg 14, D-85452 Eichenried
Phone: ++49-8123-927900 and FAX: ++49-8123-927901

Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG

Ludwigshafen


Branche: Chemie   gegründet: 1865   Gründungskapital: ?

Gegründet in Mannheim zur Herstellung von Teerfarben.
Aufgrund intensiver und erfolgreicher Forschung erfolgte bald eine Ausdehnung auf viele andere Zweige der Chemie und die Entwicklung zu einem Grosskonzern der chemischen Industrie.
Die BASF war 1925 die führende Gründerfirma der I.G. und war die Gesellschaft, die unter Änderung ihres Namens in I.G. Farbenindustrie AG die übrigen Gründerfirmen durch Verschmelzung aufnahm.
1951 Entflechtung der I.G. Farben und Neugründung des BASF AG.

Historische Wertpapiere:

Datum Art Nennwert Auflage
00.00.1865 Interimsaktie 1.000 16.500
00.10.1908 4,5 % Anleihe Ser. B 1.000 15.000
00.00.1919 Stammaktie 1.000 75.000
00.02.1919 4,5 % Anleihe Ser. C 1.000 50.000
00.00.1921 Stammaktie 1.200 148.333
00.03.1953 Namensaktie (Muster) 100 DM ?
00.03.1953 Namensaktie (Muster) 500 DM ?
00.07.1955 Inhaberaktie 200 DM ?
00.07.1955 Inhaberaktie 500 DM ?
00.07.1955 Inhaberaktie 1.000 DM ?
00.01.1956 8 % Anleihe (Muster) 10.000 DM 750
00.05.1961 Inhaberaktie 100 DM ?
00.12.1969 Optionsschein 70/80 1:1:je 225,-- 75.000
00.12.1969 Optionsschein 70/80 1:5:je 225,-- 75.000
00.12.1969 Optionsschein 70/80 1:10:je 225,-- 75.000
00.00.1974 Optionsschein 74/86 1:1:je ? ?
00.00.1974 Optionsschein 74/86 1:5:je ? ?
00.00.1974 Optionsschein 74/86 1:10:je ? ?

Literatur:

Badische Bank

Mannheim


Branche: Bank   gegründet: 1870   Gründungskapital: ?

Gegründet mit dem Privileg zur Ausgabe von Banknoten.
Seit 1923 quasi Bank des Badischen Staates, der 1931 durch Kauf eines Aktienpaketes von der Deutschen Bank auch Grossaktionär wurde.
1932 Sitzverlegung nach Karlsruhe.
1935 erlosch das Recht zur Banknotenausgabe.
Nach dem 2. Weltkrieg Fusion mit der Württembergischen Notenbank AG zur heutigen Baden-Württembergischen Bank AG.

Historische Wertpapiere:

Datum Art Nennwert Auflage
01.10.1871 Gründeraktie Serie 1 350 Gulden / 200 Thaler 15.000
30.12.1871 Inhaberaktie Serie 2 350 Gulden / 200 Thaler 15.000
02.08.1923 Inhaberaktie 1.500 M 9.600
01.05.1942 Inhaberaktie 1.000 M 2.400

Literatur:

Bank des Berliner Kassenvereins

Berlin


Branche: Bank   gegründet: 01.10.1850   Gründungskapital: 1.000.000 Thaler

Entstanden ist diese Bank aus der 1823 von den Bankiers Mendelssohn und Fraenkel gegründeten Handelssocietät als Generalabrechnungsstelle der meisten Berliner Bankfirmen.
Anfangs besaß der Kassen-Verein sogar das Privileg, eigene Banknoten herauszugeben. Darauf wurde aber 1875 verzichtet.
1882 wurde das Effekten-Giro-Geschäft aufgenommen (quasi "erfunden" von dieser Bank) und 1925 für alle Depotkunden der angeschlossenen Banken eingeführt.
Kurz vor dem Kriegsende (mit Wirkung vom 1.7.1942) wurden alle Aktivitäten zwangsweise auf die Reichsbank übertragen.
Aktiennotiz an der Berliner Börse.
Die noch heute in den Tresoren des Kassenvereins bzw. der Reichsbank lagernden Wertpapiere erhitzen seit einiger Zeit die Gemüter und beunruhigen den Sammlermarkt für Historische Wertpapiere.

Historische Wertpapiere:

Datum Art Nennwert Auflage
01.10.1850 Gründeraktie 1.000 Thaler 1.000
15.05.1883 Namensaktie 3.000 Thaler 2.000

Literatur:

Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt

Darmstadt


Branche: Bank   gegründet: 02.04.1853   Gründungskapital: 25 Mio. Gulden

Zwei große Persönlichkeiten, Abraham Oppenheim und Gustav Mevissen, haben bei der Entstehung der ersten deutschen Großbank auf Aktien zur Finanzierung der Industrie, die Schlüsselrollen übernommen.
Die Bank für Handel und Industrie in Darmstadt war die erste deutsche Aktienbank, die sich an den Statuten der Crèdit Mobilier orientierte.
Die Zulassung der Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt wurde am 2. April 1853 unterzeichnet. Das Kapital betrug 25 Mio. Gulden, aufgeteilt in 100.000 Aktien (nur 40.000 Aktien wurden am Anfang ausgegeben).
Mevissen wurde Präsident, Abraham Oppenheim Vizepräsident. Die Statuten stimmten im wesentlichen mit denen der Crédit Mobilier überein.
Die neugegründete Bank war derart erfolgreich, daß sie sogar für Sal. Oppenheim jr. & Cie. zu einer existentiellen Bedrohung wurde.
Nach mehreren höchst erfolgreichen Jahrzehnten kam der dramatische Abschluß: der Zusammenbruch der Danat-Bank. Die Darmstädter- und Nationalbank enstand 1922 aus dem zusammenschluß der Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt mit der Nationalbank für Deutschland (gegründet 1881). Nach dem Zusammenbruch der Nordwolle mußte die Danatbank am 13.7.1931 ihre Schalter schließen, was zu einem panikartigen Run auf alle deutschen Banken führte. Eine schwere Krise erschütterte das ganze Land.
1932 wurde die Danatbank mit der Dresdner Bank verschmolzen.

Historische Wertpapiere:

Datum Art Nennwert Auflage
01.06.1853 Inhaberaktie 250 Gulden 100.000
00.03.1889 Inhaberaktie 1.000 ?

Literatur: